Im Sozialbereich wird es zunehmend herausfordernder, qualifizierte Fachpersonen zu gewinnen. Wegen des Wettbewerbs ist es umso wichtiger, neue Rekrutierungswege zu gehen und gleichzeitig als attraktive Arbeitgeberin sichtbar zu werden.
Digitale Plattformen, soziale Medien und Empfehlungsnetzwerke bieten zunehmend Potenzial für die Personalgewinnung. Doch es erfordert Mut, neue Kanäle auszuprobieren: Kurze, authentische Einblicke in den Arbeitsalltag via Video, interaktive Stellenanzeigen oder eine Präsenz auf Plattformen, die besonders von jüngeren Generationen genutzt werden.
Zeitgemässe Rekrutierung bedeutet dabei nicht nur, neue Kanäle zu nutzen, sondern auch, Haltung zu zeigen. Was macht uns als Arbeitgeberin besonders? Wofür stehen wir? Wer diese Fragen authentisch beantwortet und sichtbar macht, schafft Vertrauen und zieht Menschen an, die sich mit den Werten und der Kultur identifizieren.
Im Sozialbereich geht es nicht nur um das "Was", sondern vor allem um das "Warum". Hier arbeiten Fachpersonen nicht nur für den Lohn – sie leisten einen aktiven Beitrag zur Inklusion von Menschen mit Beeinträchtigung und ermöglichen deren Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Diese tiefere Sinnhaftigkeit und die Möglichkeit, echte Beziehungen aufzubauen, sind unschätzbare Vorteile gegenüber anderen Sektoren. Gerade im Wettbewerb mit dem Gesundheitswesen und anderen Branchen ist es entscheidend, dass der Sozialbereich seine Einzigartigkeit betont. Wir bieten mehr als nur einen Job: Eine sinnstiftende Tätigkeit in einem unterstützenden und werteorientierten Umfeld, das es Mitarbeitenden ermöglicht, sowohl persönlich als auch beruflich zu wachsen.
Es geht jedoch nicht nur darum, neue Fachpersonen zu gewinnen, sondern ebenso um die Bindung der bestehenden Mitarbeitenden. Die Attraktivität als Arbeitgeberin entsteht vor allem durch gelebte Werte, eine starke Teamkultur und vielfältige Möglichkeiten zur Weiterentwicklung und Mitgestaltung. Flexibilität in der Arbeitsgestaltung sowie eine Führung auf Augenhöhe sind zentrale Faktoren, die zur langfristigen Verbundenheit mit dem Unternehmen beitragen.
So wird aus zukunftsgerichtete Personalgewinnung und gelebter Arbeitgeberattraktivität ein nachhaltiger Beitrag zur Fachkräftesicherung - und aus einer Institution ein Ort, an dem Menschen gerne arbeiten und bleiben.
Diana Schmidt, Leiterin HR
Stiftung Mansio, Münsterlingen