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Mehr als ein schönes Bild – Social Media als Stimme der Institution

Social Media kann für Institutionen, die mit Menschen mit Beeinträchtigung arbeiten, ein kraftvolles Werkzeug sein – wenn es bewusst und auf Augenhöhe eingesetzt wird. Es geht dabei nicht darum, perfekte Hochglanzbilder zu posten oder ein besonders „gutes Licht" auf die eigene Arbeit zu werfen. Es geht darum, Haltung sichtbar zu machen. Und Menschen eine Stimme zu geben – nicht nur ein Bild.

Immer wieder sehe ich Beiträge, in denen Menschen mit Beeinträchtigung zu sehen sind: lachend, beschäftigt, mittendrin. Auf den ersten Blick wirkt das positiv. Doch auf den zweiten Blick fehlt oft das Entscheidende: ihre eigene Perspektive. Ihre Worte. Ihre Sichtweise. Wenn Menschen lediglich gezeigt werden, ohne mitgestalten zu dürfen, entsteht schnell wieder ein altes Muster – nur in neuer Verpackung. Dann kippt das Bild ins Wohlmeinende, aber letztlich Entmündigende. Und genau das sollte Social Media vermeiden.

Eine gute Social-Media-Präsenz erzählt nicht einfach, was wir tun – sie zeigt, wer wir sind. Sie schafft Nähe, Transparenz und Dialog. Sie lässt Mitarbeitende zu Wort kommen, ermöglicht echte Einblicke in den Alltag, und gibt auch Menschen mit Beeinträchtigung selbst die Möglichkeit, Inhalte mitzugestalten – ob durch Zitate, Fotos, Statements oder Videos. Und ja: Das braucht Zeit, Sensibilität und manchmal auch Mut.

Gleichzeitig ist Social Media ein wichtiges Werkzeug für die Personalgewinnung. Denn Menschen, die heute in sozialen Berufen arbeiten möchten, suchen nicht nur eine Stelle – sie suchen Sinn. Sie wollen wissen, wie eine Organisation tickt. Welche Werte gelebt werden. Wie die Atmosphäre ist, wie respektvoll das Miteinander funktioniert. Ob Humor erlaubt ist. Ob Vielfalt geschätzt wird.

Wer auf Social Media authentisch und klar kommuniziert, wer echte Einblicke gibt und Haltung zeigt, spricht genau die Menschen an, die gut ins Team passen – Menschen mit Herz, Verstand und Überzeugung. Und genau die brauchen wir.

Ein Anfang kann ganz einfach sein: ein kurzer Clip aus dem Arbeitsalltag. Ein Beitrag mit einem Lieblingszitat eines Klienten, einer KlientIn. Ein ehrliches Statement einer Fachperson. Hauptsache: nicht überhöhen, nicht beschönigen, aber auch nicht verstecken. Denn was wir täglich leisten, ist wertvoll – gerade in seiner Echtheit.

Und wer sich beim Schreiben schwertut oder nicht weiss, wie man Haltung, Alltag oder Atmosphäre in Worte fasst: Auch dafür gibt es heute Unterstützung. Zum Beispiel durch Tools wie ChatGPT – oder, wie ich sie gerne nenne: eine kluge, inspirierende Eule im Hintergrund. Sie denkt mit, fragt nach, sortiert – und hilft dabei, die eigenen Gedanken klarer zu fassen. Die Verantwortung für Inhalt und Haltung bleibt natürlich bei uns. Aber manchmal braucht es einfach einen kleinen Schubs in die richtige Richtung.

Social Media ist kein Zusatz. Es ist eine Einladung zur Teilhabe – innen wie aussen. Und eine Stimme, die wir nicht ungenutzt lassen sollten.

Hinweis: Dieser Beitrag entstand mit Unterstützung durch ChatGPT – eine kluge, inspirierende Eule mit digitalem Herz. Ideen, Haltung und Verantwortung liegen bei der Autorin.

Positive Beispiele zum Verlinken:

https://www.instagram.com/pflege.smile/

Rashid Hamid berichtet über seine Arbeit im Pflegedienst in Hamburg. Auf seinem Kanal kommen seine KlientInnen zu Wort und verzaubern durch ihre Ehrlichkeit, Authentizität und ihren Humor.

https://www.instagram.com/cheethamswithdreams/

Hannah und Becky Cheetham sind Schwestern. Hannah hat eine Cerebralparese und ist sehr aktiv im Leben unterwegs. In ihren Reels zeigen die Schwestern, wie das Leben mit Beeinträchtigung in England aussieht und was mit CP alles möglich ist.

https://www.instagram.com/p/DJR4w7WBnwW/

Raul Krauthausen ist einer der bekanntesten Inkluencer und spricht Klartext, wenn es um Sprache, Haltung und Teilhabe geht.

Anita Debrunner, Bereichsleiterin Erwachsene
Vivala, Weinfelden

INSOS Thurgau
Thundorferstrasse 1
8500 Frauenfeld

Tel. +41 79 254 57 06
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