Von Nicole Zeitner auf Montag, 07. Juli 2025
Kategorie: Newsletter

Die Frage nach dem Sinn

 «Es gibt nichts auf der Welt, das einen Menschen so sehr befähigte, äussere Schwierigkeiten und innere Beschwerden zu überwinden, als: das Bewusstsein, eine Aufgabe im Leben zu haben.»
Viktor E. Frankl

Es lohnt sich in das Schaffen von Herrn Frankel Einblick zu nehmen und der eigenen Frage der Sinnfindung zu lauschen. Er beschrieb in einer lebensbejahenden Haltung die Vielschichtigkeit der Lebensumstände und entwickelte die Logotherapie und die Existenzanalyse.

Die Generationen hat Frankl in der Entwicklung des Menschen in seinen Lebensumständen beschrieben und nicht wie heute in getrennten Kategorien anhand des Alphabets beschrieben. Im kleinen Buch «Was nicht in meinen Büchern steht» fasst er seine eigene Biografie und Motivation zur Entwicklung seiner Logo- und Existenzanalyse prägnant zusammen. 

Der Mensch findet entweder Sinn im Gegenüber der Mitmenschen oder im Engagement für eine Sache. Findet er dazu die für ihn «sinnstiftenden Aufgaben», ermöglicht dies eine gelingende Lebensführung und erbringt zudem eine hohe Resilienz auch in erschwerten Lebensumständen. 

Frankl wurde öfters gefragt, welches seiner Bücher für die Beantwortung der «Frage zur Sinnfindung» empfiehlt. Es ist das 114-seitige, kleine Buch «was nicht in meinen Büchern steht» und es sei dann auch gar nicht nötig, eine teure Therapie oder Ausbildung für die Beantwortung dieser Frage erforderlich, weil die Sinnfrage im Menschen angelegt ist. 

Nötig sei für das Finden des Sinnes nur das Herausfinden der persönlichen Haltung und Motivation sowie das Erkennen der eigenen Lebensumstände. Zweifellos ist dafür ein gutes Mass an Selbstreflexion hilfreich und die eigene, ausdauernde Motivation, im eigenen Leben danach Ausschau zu halten.

Daniel Neukomm, Geschäftsleitung
Dialogos, Stettfurt